OPS 8-550 - Grundkurs integrative Validation
Die Integrative Validation nach Richard® ist eine wertschätzende Methode für den Umgang, die Begleitung und die Kommunikation mit Menschen mit Demenz. Es benötigt hierzu neben Toleranz des Anders-Seins eine personzentrierte Grundhaltung und die Bereitschaft den Betroffenen in seinem Anders-Sein zu lassen, ihn in seiner Ich-Identität zu unterstützen.
Tag 3:
An diesem Tag erlangen die Teilnehmenden praxisnahes Wissen, bezogen auf die Situation von Menschen mit Demenz. Es geht um Verständnis für das „Phänomen“ Demenz und die möglichen Hintergründe, die zur Entstehung von Verhaltensauffälligkeiten führen können.
- Demenz und ihre Auswirkungen zu verstehen
- Die Methode IVA® in der Theorie und Praxis kennenlernen
- Durch Haltung und Kommunikation den Menschen mit Demenz in seiner Erlebenswelt erreichen
- Orientierungswissen zum Erscheinungsbild der Demenz (Symptome, Einflüsse auf das Erleben und Verhalten)
- Psychische Störungen und Verhaltensauffälligkeiten
- Vorstellung der Cohen-Mansfield-Skala (CMAI) = Dokumentation der Verhaltensauffälligkeiten
- Vorstellung der Serial Trial Intervention (STI) = schrittweise Methode zum Erkennen von unbefriedigten Bedürfnissen von Menschen mit Demenz.
- Mögliche Ursachen von Verhaltensauffälligkeiten
- Umgang mit herausforderndem Verhalten
- Person-zentriertes Arbeiten
- Präventives Arbeiten
Gleichzeitig unterstützt diese Haltung die Begleitenden dabei, herausfordernde Verhaltensweisen besser einzuordnen. Sie erkennen, dass diese Ausdruck individueller Bedürfnisse und Belastungen sind, deren Ursachen oft vielschichtig sind. Dadurch können Gefühle von Ratlosigkeit und Überforderung verringert werden. Zwar gibt es keine allgemeingültige Lösung, doch die beschriebenen Ansätze helfen, Situationen besser zu verstehen und angemessener darauf zu reagieren — für mehr Orientierung, Entlastung und Sicherheit im Betreuungsalltag.
Die IVA basiert auf:
- einer wertschätzende und empathische Haltung. Diese zeichnet sich aus durch Respekt dem Menschen mit Demenz gegenüber, Toleranz dem Verhalten der Betroffenen, sowie der Akzeptanz des inneren Selbsterleben.
- einer wertschätzenden Kommunikation, die den Menschen mit Demenz mit seinen Ressourcen in den Mittelpunkt stellt.
- Durch die Umsetzung der oben benannten Aspekte fühlt sich der Mensch mit Demenz verstanden und bestätigt. Belastende Gefühle können abfließen und eine vertrauensvolle, stützende Beziehung kann entstehen.
Tag 3:
Im Betreuungs- und Pflegealltag mit Menschen mit Demenz erleben die Begleitenden häufig herausfordernde Verhaltensweisen. Diese können sich z.B. in körperlichen oder verbalen Verhaltensweisen, in Lauftendenzen, sowie in Apathie und Rückzug äußern. Das Bild, dass sich zeigt ist so individuell wie die Menschen und die Situationen in denen sie auftreten. Teilweise ist es schwer die Ursache für die Verhaltensweisen zu ermitteln, da sich die Menschen mit Demenz nicht erklären können und die einzelnen Faktoren und Auslöser ineinandergreifen. Im Alltag führen diese Verhaltensweisen bei den Begleitenden oft zu Ratlosigkeit, zu Überforderung und belastenden Gefühlen. Es gibt keine Strategie als ultimative Lösung.
Anmeldeschluss
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